Radioactive@home

Seit dem 18.04.2013 ist Leipzig-Wetter Mitgleid bei BOINC (Berkeley Open Infrastructure for Network Computing). In diesem Rahmen wird am Projekt Radioactive@home mitgewirkt und mit einem Geigerzählrohr inkl. Platine die radioaktive Strahlenbelastung gemessen und gleichzeitig ungenutzte Rechenkraft des Computers für wissenschaftliche Nutzung meist gemeinnütziger Projekte im Internet freigegeben.Die ermittelten Ergebnisse werden im Netzwerk zusammengefasst und aufbereitet. Beachten Sie, es handelt sich um eine private Messreihe, die keinen amtlichen und wissenschaftlichen Charakter wie die ODL-Strahlenwerte des Bundesamtes für Strahlenschutz haben.

Ergebnis der letzten 1000 Messpunkte

grüne Linie: Mittelwert, gelbe Linie: bedenklicher Wert, rote Linie: kritischer Wert. Die Gelbe Linie ist aber erst bedenklich, wenn sie von der grünen überlagert wird. Kleine Spitzen bis zur gelben sind normal.

Ergebnis der letzten 7 Tage im 12h-Takt

Meßwerte der letzten 24 Stunden im 1/2h-Takt

Die gesamte Umgebung sind einer ständig ionisierenden Strahlung ausgesetzt. Die Ursache dafür sind natürliche Strahlenquellen, die unabhängig vom Menschen entstanden sind und existieren. Aus dem Weltall gelangt kosmische Strahlung auf die Erde. Aufgrund der schützenden Lufthülle ist die Stärke von der Höhenlage abhängig. Eine weitere Strahlungsquelle sind die natürlichen Radionuklide in Böden und Baustoffen, die als terrestrische Strahlung bezeichnet wird. Diese kosmische und terrestrische Strahlungen kann als "natürliche" Gamma-Ortsdosisleistung (ODL) gemessen werden. Die Strahlenbelastung ist an einem Ort weitgehend konstant.Kurzzeitige Erhöhungen bis zum Faktor 2 können durch Niederschläge (u. a. ausgewaschenes Radon am Boden), aber auch Schneefall auftreten. Durch die Abdeckung des Bodens mit Schnee kann es auch zu einer bleibenden Absenkung des ODL-Niveaus kommen. Mit einsetzendem Tauwetter steigen die ODL-Werte jedoch wieder auf ihr altes Niveau. Die natürliche ODL bewegt sich in Deutschland zwischen 0,05 µSv/h und 0,2 µSv/h (Mikrosievert/Stunde). Bei den verwendeten Daten ist die Maßeinheit und ihr zeitlicher Bezug fast noch wichtiger als der Wert selbst - nämlich z. Bsp.: mSv/a = Milli-Sievert pro Jahr = tausendstel Sievert/Jahr, µSv/h = Mikro-Sievert pro Stunde = millionstel Sievert/Stunde. Gemäß Strahlenschutzverordnung beträgt der Grenzwert für "normale" Einzelpersonen 1 mSv/Jahr. Dieser Wert kann bei strahlenexponierten Personen bis zu 20 mSv/Jahr betragen.

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